Zoe Südkamp
„Einen geeigneten Aufnahmeort zu finden, war die größte Herausforderung“
Fotografie: Zoe Südkamp
Aufnahmeort: Dreiländerweg südwestlich von Aachen
Kamera: Minolta SRT Super
Objektiv: Minolta RF Rokkor 500mm f/8 (Spiegelobjektiv)
Film: Kodak Portra 400
Digitalisierung: Reflecta Crystalscan 7200
„Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 war ein einzigartiges Event, das ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte. Meine Kamera läst sich dank vorhandener 1000 mm Brennweite sozusagen als Teleskop zur besseren Beobachtung einer Finsternis nutzen. Beste Voraussetzungen also, das Ereignis auf Film zu bannen.
Den erforderlichen Solarfilter hatte ich mir selber gebaut. Filterfolie nebst Anleitung ließen sich im Netz ordern. Eine alte Tabelle von der NASA war die ideale Vorlage, die korrekte Belichtungszeit zu ermitteln.
Einen geeigneten Ort zur Beobachtung der Sonnenfinsternis zu finden, entpuppte sich jedoch als die eigentliche Herausforderung. Die Finsternis fand recht spät am Abend statt. Dadurch stand die Sonne schon ziemlich tief über dem Horizont, sodass ich unbedingt freie Sicht in Richtung Westen benötigte. Der ideale Aufnahmeort fand sich am Dreiländerweg südwestlich von Aachen, mit einem schönen Ausblick über Vaals auf der anderen Seite der Grenze zu den Niederlanden.
Ich arbeitete mit meiner Minolta SRT Super, dem Minolta RF Rokkor 500mm f/8 Spiegelobjektiv, einem Zweifach-Telekonverter und dem Solarfilter. Ein sehr stabiles Stativ, ein Kabelauslöser und die Spiegelvorauslösung meiner Minolta garantierten mir ein präzises Arbeiten ohne störende Vibrationen.
Ich hatte mich für den Kodak Portra 400 als Film entschieden. Zusammen mit dem Telekonverter ergab sich ein Blendenwert von f/16. Da das Spiegelobjektiv über eine umveränderbare Festblende von f/8 verfügt, lies sich dieser Weert natürlich nicht ändern. Gemäß der erwähnten NASA-Tabelle ergab sich eine Belichtungszeit von 1/500 Sekunde. Digitalisiert habe ich den Film mit dem Reflecta Crystalscan 7200 von einem Freund.“

